Sinnlich, sanft und fast schon verträumt- eine Künstlerin ohne Ecken und Kanten - so scheint es. Jedoch nur auf den ersten Blick. Sieht man genauer hin, kommt man nicht umhin zu konstatieren, dass Rebekka Bakken über das unglaubliche Talent verfügt, Menschen mit Ihrer Musik, die sich zwischen Folk, Pop und Jazz bewegt, geradezu zu verzaubern. Dass die Norwegerin lange in New York und Wien lebte, malt reizvolle Kontraste in ihr Schaffen. Noch immer wird die Musik ihres Heimatlandes allzu gern mit Klischees versehen.
Aber Rebekka Bakken sieht sich nicht als musikalische Landschaftsmalerin: »Ich hatte niemals das Gefühl, dass meine Umgebung mich allzu sehr inspirierte, ob es nun die fremde oder meine heimatliche war. « Und trotzdem findet, wer will, die langen Winter, die klare Bergluft und die mystischen Landschaften der Fjorde in ihren Werken wieder. »Solche Bilder«, sagt allerdings Rebekka, »entstehen immer nur im Auge des Betrachters. Wir Musiker sollten keine Angst vor Klischees haben, vor Bildern, die andere mit unserer Musik verbinden. Unsere Zuhörer bemerken Dinge, derer wir als Musiker oft gar nicht gewahr werden.«