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Mit seinem rauen Debüt-Album ›Who Needs Actions When You Got Words‹ legte Ben Drew im Jahr 2006 einen unüberhörbar lauten und stolzen Schrei der Wut und des Selbstbewusstseins aus East London vor und bereitete dem UK-HipHop im Jahr 2006 einen neuen Boden. Es brachte ihn sogar zur Schauspielerei, indem er mit seinem Image den perfekten bösen Jungen aus der Hood in Noel Clarkes Film ›Adulthood‹ abgab. Kurz drauf wurde sein Track ›End Credits‹ der mördermäßige Titelsong zum Thriller ›Harry Brown‹, in dem Ben erneut auf der Leinwand zu sehen war: Als fieser Gegenspieler zu Michael Caine. Mit ›The Defamation of Strickland Banks‹, seinem neuen Album, kehren Ben Drew und seine Formation Plan B nun wieder vollblütig zur Musik zurück. Und doch ist alles ganz anders, denn statt mit rotzig-wütendem HipHop dem Vorgänger noch einen draufzusetzen, überraschen Plan B mit hinreißendem Soul in bester Motown-Tradition - natürlich nicht, ohne auch die eine oder andere Rap-Einlage einzustreuen. Was ist also passiert? Ganz einfach: Während Ben am Nachfolger zum Erstling arbeitete, wurde er immer wieder von seiner Liebe zum Soul überfallen, die er seit seiner Kindheit pflegte. Und plötzlich wurde aus dem bösen HipHop-Jungen, der mit Obszönitäten das Bürgertum aufschreckte, ein erstklassiger Soulsänger, dessen Songs auf ›The Defamation of Strickland Banks‹ die Geschichte eines jungen, aufstrebenden Soulers erzählt, der stets droht, am Erfolg zu scheitern. Und das alles mit Vocals, die man aus einer weißen Kehle nur selten zu hören bekommt. Die erste Single, die aus Plan Bs Universum zu uns dringt, heißt ›Stay Too Long‹ und enterte nach wochenlanger Rotation bei Zane Lowe, Fearne Cotton und Jo Whiley auf Radio 1 Platz 9 der UK-Singlecharts.
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