Songwriter Justin Ringle macht Songs, die sehr stark von den Jahreszeiten beeinflusst sind. So war ›House With No Name‹, das letzte Album seiner in Portland, Oregon ansässigen Band, ein Winteralbum par excellence - von den Songs über Traurigkeit und Einsamkeit bis hin zum frostig anmutenden Artwork. Doch so düster und eisig sich diese Winterplatte anfühlte, so sehr zeugt das neueste Werk ›Thristled Spring‹ von Neuanfang, Aufbruch und fragiler Zuversicht. Mit jedem Song des Albums scheint die Sonne wärmer und stärker zu werden, die sich durch die Americana von Horse Feathers zieht - und geradezu poppig anmutet. Während Horse Feathers hierzulande noch kaum ein Begriff sind, wächst ihr Status in ihrer Heimat kontinuierlich: Schon das Debut ›Words Are Dead‹ wurde als Americana Album des Jahres 2007 ausgezeichnet, Nachfolger ›House With No Name‹ war das bestverkaufendste Debut eines Neu-Signings ihres neuen Labels Kill Rock Stars.
Doch diese Begeisterung kommt nicht von ungefähr: Horse Feathers haben die letzten beiden Jahre auf Tournee verbracht. Während Ihrer Live Shows, in denen das Quartett, bestehend aus Akustikgitarre, Gesang (Ringle) sowie Violine und Cello (Nathan Crockett, Catherine Odell) ergänzt durch den Multiinstrumentalisten Sam Cooper sind Horse Feathers in der Lage, selbst in ausverkauften, größeren Häusern ihre Zuhörer derart zu fesseln, dass während der Songs mit ihren vielen stillen Momenten niemand auch nur zu flüstern wagte. Jetzt endlich auch hier zu erleben.