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Hier kommt eine neue, aufregende Stimme aus den Wäldern von British Columbia, Kanada - und die Story dazu ist nahezu ebenso mysteriös wie das betörende Timbre der Künstlerin: Dem einer Shirley Bassey nicht unähnlich und doch völlig eigen - und in der Lage, ganze New Yorker Clubs bei ›Open Microphone Nights‹ in helle Aufregung zu versetzen. Gibt man ihren Namen in Google ein, bekommt man lediglich ein paar Videos und CD Reviews angezeigt - aber keine eigene Website mit ausführlichen Infos. So muss man sich in einer Zeit, in der man gewohnt ist, alles erdenklich Wissenswerte in Sekundenschnelle verfügbar zu haben, durchaus etwas mehr bemühen - eine Analogie, die wiederum gut zur Person und Musik von Ndidi O passt. Ndidi Onukwulu, wie sie voll ausgeschrieben heißt, ist eine ewig Rastlose, eine fieberhaft Suchende - sei es, dass sie zwischen den Städten New York, Toronto, Vancouver und Paris hin und her pendelt und sich nicht festlegen will/kann, sei es, dass man ebensowenig ihre Musik eindeutig charakterisieren kann: fiebriger Blues trifft auf Soul, Jazz, Rock und dann wieder typische Singer Songwriter Songs. Klar ist nur eines: Ndidi O sucht ihren ureigenen Weg, ihren ureigenen Ausdruck - in einer Zeit, in der alles danach schreit, bestmöglich vermarktbar etikettiert zu werden. Schon an den Titeln ihrer bisher drei Alben werden die Stationen ihrer Suche deutlich: Das selbstproduzierte Debut ›No I Never‹ von 2006 behandelt gleich ganz offen die Demonen und Sorgen, die die Künstlerin umtreiben - und schlägt überdies die Brücke zwischen allen erdenklichen Musik Spielarten, ohne sich dabei festzulegen. Der Nachfolger ›The Contradictor‹ aus 2009 behandelt ihr rauhes Aufwachsen in den Wäldern British Columbias und changiert zwischen intimsten Seelen-Einblicken und universellen Erkenntnissen. Das Album, angereichert um ein paar Bonus Tracks, erschien 2009 in Europa übrigens unter dem Titel ›Move Together‹. Ihr neuestes Album ›The Escape‹, erzählt ihre Geschichte aus dem Blickwinkel anderer - und markiert dabei gleichzeitig ein Ankommen. In Paris, ihrer neuen, selbstgewählten Heimat - und vor allem bei sich selbst. Auch wenn das Wort ›Authentizität‹ dieser Tage zu hohlen Phrase verkommen ist - hier darf man sie bemühen - denn selten ist eine Künstlerin so eins mit ihrem Werk. Eine spannende Entdeckung!
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03.02.12 Stuhr Rathaus [20:00]
04.02.12 Worpswede Music Hall [21:00]
05.02.12 Bremen Moments [20:00]
Es gibt zur Zeit keine aktuellen Termine.

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