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Alles ist erlaubt. Viele Bands und Kombos schreiben sich dieses Dogma gerne auf die Fahnen, um sich dann doch spätestens nach dem ersten Album den Regeln der Feuilletons und der Musikindustrie zu unterwerfen. Architecture In Helsinki haben nach über einem Jahrzehnt bewiesen, dass es bei ihnen wirklich keine Regeln und Grenzen gibt. Die Bandgröße um Initiator Cameron Bird variiert fleißig zwischen fünf und zehn Personen, die auch mal eine Jam-Session via Instant-Messenger abhalten, um räumliche Differenzen zwischen seinem neuen Wohnsitz Brooklyn und der alten Heimat Melbourne, Australien, zu überbrücken. Vor allem dem Internet verdanken sie auch ihren großen Bekanntheitsgrad und ihre eingeschworene Fangemeinde. Von Pop bis Rock findet man auf ihren Alben fast jede Stilrichtung und nahezu jedes Instrument - und sie sind ein Garant für gute Stimmung und Melodien, die einen wie ein Teenager im Zimmer herumspringen lassen. Das sympathische Kollektiv, gern mit Bands wie Arcade Fire, Broken Social Scene oder den dänischen Broken Beats verglichen, hat mit ›Fingers Crossed‹ (2002), ›In Case We Die‹ (2005) und dem von Dave Sitek produzierten ›Places Like This‹ (2007) eine treue, weltweite Anhängerschar. Bis auf die ›The Bleep EP‹ von 2009 wartet exakt diese Fanschar nun sehnlichst auf ein neues Lebenszeichen der Band in Sachen Tonträger - vielleicht ist diese Tournee ja ein gutes Omen dafür?
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