Mit ›Chemical Chords‹ schließt sich der Kreis. Als Stereolab 1992 ihr Album ›Peng!‹ auf Too Pure veröffentlichten wusste noch niemand so recht, wohin die Reise gehen sollte. Ihr futuristischer Entwurf des Pops passte in keine der gängigen Schubladen und war gleichsam innovativ und aufregend. 10 Alben später kehren sie zur Beggars Group zurück und veröffentlichen mit ›Chemical Chords‹ einen weiteren Meilenstein ihrer bewegten Karriere auf dem ehrwürdigen 4AD Label. Es ist das erste richtige Album seit nunmehr vier Jahren, eine Mischung aus französisch geprägtem Motown und barockem Pop, das nahtlos an Klassiker wie ›Mars Audiac Quintet‹, ›Emporer Tomato Ketchup‹ oder ›Dots & Loops‹ anschließt. Für den mittlerweile in Berlin lebenden Kopf der Band, Tim Gane, besteht das Album aus den vielleicht schnellsten Popsongs der Stereolab-Discographie. So klingt der Sound auch 16 Jahre später noch immer futuristisch, nur eben im charmanten Überschallgewand. Stereolab wissen halt immer noch wie man Ohren mit süßen Melodien verzaubert.