Wenn irgendwer auf der Bühne keine Gefangenen macht, dann Gogol Bordello: Mit Vollkaracho und Gebrüll pfeffert das in New York ansässige Kollektiv traditionelles Zigeunerliedgut mit Ska, Punk, Metal, Flamenco und Reggae in einen Pott und lässt das Ganze überkochen. Wenn dabei irgendetwas still steht, dann ist es ausschließlich der Bleifuß auf dem Gaspedal. Es versteht sich fast von selbst, dass im Rahmen eines derartigen Spektakels gerne auch Zirkusartisten, wilde Tiere oder Feuerwerk zum Einsatz kommen.
Zu den prominentesten Fans der Band zählt sicherlich Madonna, die Gogol Bordello im Rahmen ihres Auftritts beim Londoner Ableger der Live Earth Konzerte für eine wahnwitzige Version ihres 80er Jahre Hits ›La Isla Bonita‹ auf die Bühne bat und Gogol Bordello Mastermind Eugene Hütz spontan eine Rolle in ihrem Regiedebut ›Filth And Wisdom‹ anbot.
Wir wissen natürlich schon längst um die Qualitäten von Hütz und seinem (wie es selbst nennt) ›ukrainischen Zigeuner-Punk-Cabaret‹ und bitten nach dem Festivalsommer zum Ende des Jahres direkt nochmal um Konzert-Nachschlag.